Kindergartengelände
& Tiere

Unser Basisgelände - Raum für Bewegung, Rückzug und Begegnung mit der Natur und der Tierwelt

Der zentrale Treffpunkt unseres Natur- und Tierkindergartens ist eine große Wiese, auf der die Kinder morgens ankommen und mittags wieder abgeholt werden. Dieses Gelände bildet das Herzstück unserer Einrichtung – ein Ort, der Bewegung, Geborgenheit und naturnahe Erlebnisse miteinander vereint.

Bewegung & Rückzug

Die Gestaltung des Geländes folgt dem Prinzip, Kindern raumgreifende Bewegungsmöglichkeiten ebenso zu bieten wie geschützte Rückzugsorte. Bäume und Büsche spenden Schatten, laden zum Verstecken ein und schaffen natürliche Spielräume. Langfristig entstehen hier vielfältige Spielbereiche, darunter:

Ein Baubereich für kreatives Gestalten mit Naturmaterialien

Ein Werkstattbereich, in dem Kinder mit einfachen Werkzeugen arbeiten dürfen

Eine Outdoorküche für gemeinsames Zubereiten und Experimentieren

Ein Wipptier für Gleichgewicht und Spaß

Balancier- und Klettermöglichkeiten zur Förderung der Motorik

Ein großzügiger Morgenkreisplatz, der durch ein Weidenhäuschen zum Rollenspiel und zur Gemeinschaft einlädt

Unsere Blockhütte – Geborgenheit, Kreativität und Sicherheit

Mitten auf unserem Wiesengelände befindet sich eine gemütliche Holzblockhütte mit Strom- und Wasseranschluss, die den Kindern bei extremen Wetterbedingungen wie Sturm, starkem Regen oder großer Kälte zuverlässigen Schutz bietet. Sie ist ein zentraler Ort für gemeinsame Essenszeiten, kreatives Gestalten und pädagogische Angebote – und gleichzeitig ein Rückzugsraum voller Wärme und Geborgenheit.

Ausstattung & Nutzung

Die Blockhütte verfügt über:

  • Einen großen Gruppenraum
  • Eine Küchenzeile
  • Zwei Kindertoiletten sowie eine separate Erwachsenentoilette

Die hygienischen Standards entsprechen den gesetzlichen Vorgaben und werden regelmäßig überprüft.

  • Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen mit Flüssigseife und Handtücher, welche täglich frisch mitgebracht werden, sind fester Bestandteil des Tagesablaufs.
  • Die Reinigung der Räumlichkeiten erfolgt nach einem dokumentierten Hygieneplan.

 

In der Hütte lagern vielfältige Spiel- und Bastelmaterialien, die den Kindern in den Freispielzeiten zur Verfügung stehen – darunter:

  • Scheren, Stifte, Papier, Klebstoff
  • Puzzles, Bücher, Brettspiele
  • Materialien, die altersgerecht sortiert und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sind

Die pädagogischen Fachkräfte nutzen die Blockhütte auch für:

  • Bürotätigkeiten und organisatorische Aufgaben
  • Elterngespräche in ruhiger Atmosphäre
  • Angebote in der kalten Jahreszeit, z. B. kreative Projekte, Geschichtenrunden
  • Kurze Tür- und Angelgespräche mit Eltern können unkompliziert in einer ruhigen Ecke des Geländes geführt werden – stets mit einem offenen Ohr und einem liebevollen Blick auf das Kind.

 

Sicherheit & Erste Hilfe

Die Sicherheit der Kinder hat bei uns oberste Priorität. Deshalb sind unsere Betreuungspersonen jederzeit ausgestattet mit:

  • Einem Mobiltelefon für schnelle Erreichbarkeit
  • Einem Erste-Hilfe-Kasten in unmittelbarer Nähe

Unterwegs in der Natur

Unser Kindergartenalltag spielt sich nicht ausschließlich auf dem eigenen Gelände ab. Regelmäßige Ausflüge in die umliegende Natur sind fester Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts:

  • Spaziergänge in den angrenzenden Wald
  • Erkundung der umliegenden Wiesen und Felder
  • Besuche auf dem nahegelegenen Spielplatz

So erleben die Kinder die Jahreszeiten hautnah, entdecken Spuren von Wildtieren, sammeln Naturmaterialien und entwickeln ein tiefes Verständnis für ihre Umwelt.

Ergänzende Bewegungsangebote

Neben den vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten in der Natur werden im Kindergarten gezielt angeleitete Bewegungsangebote durchgeführt – darunter rhythmische Übungen, Tänze und Bewegungsspiele, die Koordination, Körperspannung und Sozialverhalten fördern. Während der Freispielzeit stehen den Kindern außerdem Bewegungsmaterialien wie Bälle, Reifen oder Springseile zur Verfügung.

Hygiene unterwegs: Achtsamkeit im Wald

Auch während unserer täglichen Ausflüge in den Wald achten wir auf eine kindgerechte und sichere Umsetzung hygienischer Maßnahmen. Die Kinder lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen – etwa durch das bewusste Händewaschen nach dem Toilettengang oder das achtsame Verhalten gegenüber Pflanzen und Tieren.

  • Mehrere Wasserflaschen mit Trinkwasser stehen bei Bedarf zur Verfügung.
  • Für Toilettengänge im Wald nutzen wir hygienisch gesicherte mobile Lösungen oder kehren zur Blockhütte zurück.
  • Nach dem Aufenthalt im Wald erfolgt durch die Eltern eine Sichtkontrolle auf Zecken und andere Hautveränderungen.

 

Verhaltensregeln für den Aufenthalt in der Natur

Der respektvolle und sichere Umgang mit der Natur ist ein zentrales Anliegen unserer pädagogischen Arbeit. Gemeinsam mit den Kindern werden folgende Regeln vereinbart, um sowohl ihre Gesundheit als auch den Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Die Einhaltung dieser Regeln wird durch das pädagogische Team achtsam begleitet:

  • Sicht- und Hörweite wahren: Die Kinder bewegen sich stets in Bereichen, in denen sie für das pädagogische Personal gut sichtbar und hörbar sind. Vereinbarte Aufenthaltszonen dürfen nur nach vorheriger Absprache verlassen werden. Bereiche, die durch Waldarbeiten gekennzeichnet sind, sind aus Sicherheitsgründen tabu.
  • Keine Waldfrüchte verzehren: Aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen ist das Essen oder Probieren von Waldfrüchten wie Beeren, Pilzen, Gräsern oder Fallobst grundsätzlich untersagt.
  • Sicheres Klettern und Balancieren: Das Balancieren auf feuchten oder bemoosten Baumstämmen birgt Verletzungsgefahr und ist nicht erlaubt. Das Klettern ist ausschließlich auf Bäume gestattet, die zuvor vom pädagogischen Personal als sicher eingestuft wurden.
  • Kein Kontakt mit Wildtieren oder tierischen Hinterlassenschaften: Zahme Wildtiere, tote Tiere sowie Tierkot dürfen nicht berührt werden. Dies dient dem Schutz vor Infektionen und respektiert die natürliche Tierwelt.
  • Vorsicht bei Mäusekot – Schutz vor Hanta-Viren: Beim Umgang mit Mäusekot ist besondere Vorsicht geboten. Waldhütten mit sichtbarem Mäusebefall werden nicht betreten.
  • Zecken- und Insektenschutz: Geschlossene Kleidung und festes Schuhwerk bieten Schutz vor Stichen. Lange Hosen sollten in die Socken gesteckt werden. Nach dem Aufenthalt in der Natur ist eine gründliche Kontrolle der Kleidung und des Körpers auf Zecken wichtig.
  • Händehygiene vor dem Essen: Vor jeder Mahlzeit werden die Hände mit sauberem Wasser (Trinkwasserqualität) und pH-neutraler, abbaubarer Flüssigseife gewaschen und anschließend mit dem persönlichen Stoffhandtuch getrocknet.
  • Kein Trinken aus natürlichen Gewässern: Aus stehenden oder fließenden Gewässern wird grundsätzlich kein Wasser getrunken, da es nicht den hygienischen Standards entspricht.

Tierpflege - Verantwortung und Lebensnähe im Kindergartenalltag

Im Natur- und Tierkindergarten Lerche gehören Tiere ganz selbstverständlich zum täglichen Leben. Ihre Versorgung und Pflege sind fester Bestandteil des Kindergartenalltags und eröffnen den Kindern wertvolle Lern- und Beziehungserfahrungen.

Der Umgang mit Tieren stärkt das Selbstvertrauen der Kinder auf besondere Weise: Tiere nehmen Menschen unabhängig von Leistung oder Verhalten an – diese bedingungslose Akzeptanz fördert vor allem bei schüchternen oder zurückhaltenden Kindern das sogenannte Urvertrauen und öffnet Wege zur emotionalen Entwicklung.

Kinder lernen durch die Pflege der Tiere, Bedürfnisse wahrzunehmen – nicht über Worte, sondern durch Beobachtung und einfühlsames Reagieren auf Körpersprache und Verhalten. Dies schärft ihre soziale Sensibilität und fördert Empathie im täglichen Miteinander.

Darüber hinaus übernehmen die Kinder altersgerechte Verantwortung – für das Füttern, das Reinigen der Wasserstellen oder das Beobachten von Gesundheitszuständen. Dies stärkt ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Selbstwirksamkeit. Die Kinder erfahren hautnah, wie natürliche Kreisläufe funktionieren. Die Tierpflege ist somit nicht nur ein pädagogisches Angebot, sondern ein wirkungsvolles Medium für Persönlichkeitsentwicklung, Wertorientierung und die Verankerung von Achtung gegenüber dem Lebendigen

Begegnungen mit heimischen Wildtieren – Mitfühlen, Beobachten, Versorgen

Ein ganz besonderer Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts ist die achtsame Begegnung mit heimischen Wildtieren. Unser Gelände und die umliegende Natur bieten nicht nur Raum für Spiel und Bewegung, sondern auch für staunende Beobachtung und respektvollen Umgang mit den tierischen Mitbewohnern unserer Umgebung.

Wilde Nachbarn – hautnah und mit Herz

Die Kinder erleben bei uns regelmäßig Tiere in ihrer natürlichen Umgebung:

  • Eichhörnchen, die geschickt durch die Baumwipfel turnen und ihre Wintervorräte verstecken
  • Singvögel wie Meisen, Rotkehlchen und Amseln, deren Gesang den Tagesbeginn begleitet
  • Insekten wie Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge, die beim Bestäuben und Krabbeln beobachtet werden
  • Schnecken, Spinnen und andere Kleinstlebewesen, die den Kindern zeigen, wie vielfältig und wichtig jedes Leben ist
  • Füchse, deren Spuren wir im Wald entdecken und deren Lebensweise wir kindgerecht thematisieren
  • Dachse, die sich meist im Verborgenen halten, aber durch ihre Baue und Spuren faszinieren

 

Futterstationen – Verantwortung übernehmen

Um die Tiere nicht nur zu beobachten, sondern auch aktiv zu unterstützen, richten wir gemeinsam mit den Kindern Futterstationen ein. Diese werden je nach Jahreszeit angepasst und dienen dazu, den Tieren in herausfordernden Zeiten – etwa im Winter – das Überleben zu erleichtern.

Die Kinder lernen dabei:

  • Welche Nahrung für welche Tierart geeignet ist
  • Wie man Futterstellen pflegt und sauber hält
  • Wann und wie oft gefüttert werden darf, ohne die Tiere zu stören
  • Verantwortung zu übernehmen für Lebewesen, die auf unsere Rücksicht angewiesen sind

 

Diese Aktivitäten fördern nicht nur Naturverständnis und Empathie, sondern auch Geduld, Achtsamkeit und Mitgefühl – Werte, die wir als tragende Säulen unserer pädagogischen Arbeit verstehen.

Tierschutz & artgerechte Haltung

Es ist uns wichtig, unsere Tiere artgerecht zu halten und sowohl Kinder als auch Eltern für den Tierschutz zu sensibilisieren. Deshalb sind wir als Kindergarten Mitglied im Tierschutzverein.